FT-847 Restauration und Generalüberholung / Teil 1 

Ich hab vorgestern einen Yaesu FT-847 für billig Geld erstanden.
Leider hat das auch eine Schattenseite.

Fehler:

70 CM-Pa keine Power
Sub-Tune und Mem / VFO CH springen
Lüfter rasseln
stark verschmutzt und riecht (Rauchergerät)
Display Rahmenklebefolie (schwarz) verrutscht
einige Tasten reagieren nicht oder nur schlecht

Ran ans Werk . . .

Als erstes hab ih die schwarze Klebefolie am Display mal wieder an Ort und Stelle geklebt.
So wie es zuvor war, wollte ich es nicht lassen.



Dann habe ich erstmal fix die beiden Drehgeber gereinigt.
Also die waren richtig versaut.









Die tun schonmal wieder ihrn Dienst.

Gestern habe ich mich ans defekte PA-Modul gesetzt.
Es wies einen leider typischen Fehler auf.
Bei diesem Modul lösen sich nach geraumer Betriebszeit
einfach die Pins vom eigentlichen Modul.



Eigentlich keine schwere Reparaur.
Nur knifflig, da die Kontaktsstelle
mit etwas mehr Temperatur gelötet werden muss.
Nach getaner Reparatur spukt der TRX
erstmal wenigstens wieder auf 70 CM HF aus.
Leider aber erst bei viertelst aufgedrehtem Power-Regler.
Den Grund dafür muss ich erst noch finden.
Vermutung, Fehler im gezeigten Power-Modul.

Auch die KW und 6M Module hab ich mal unter die Lupe genommen.
Dort ist einfach die Wärmeleitpaste auf das Abdeckblech getropft.
Die PA muss mal richtig gekocht haben.
Der Messfühler an jeder PA lag frei
und hatte keinen wärmeleitenden Kontakt zu den Endstufen.





Diese habe ich erstmal wieder dick mit Wärmeleitpasste umhüllt.


Heute waren die Lüfter dran.
Grundlegend ersetze ich diese so oder so gegen neue leisere.
Ein Computerfachhändler hier in der Stadt
bietet günstige leise Lüfter der Marke Revoltec in allen Grössen.
Die alten warnen wegen des hohen Verschmutzungsgrades so oder so fällig.





Die neuen sind schön leise und sehen zudem auch optisch besser aus.



Bei der nächsten Bastelarbeit an diesem TRX
werde ich für den kleinen Lüfter
noch eine Temperaturregelung einbaun.
die reduziert dann das Geräuschmaß nochmal um einiges.

Es ist also noch einiges dran zu tun.
Hoffentlich keine "never ending Story"
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Reparatur / Kenwood TS-2000 / Sub-RX Filter 

Am 27.03. habe ich von einem befreundeten OM
diesen TS-2000 zur Reparatur erhalten.

Fehlerbeschreibung:
Sub-RX N-FM Empfang OK
Sub-RX W-FM Empfang tot

Bericht:

Nach dem Zerlegen und dem studieren des Service-Manuals habe ich den Fehler schnell gefunden.





Diese beiden Filter sind wohl sichtlich hinüber.
Nach ein wenig rumtelefonieren und grübeln, war auch die Grundursache festgestellt.
Da bei neueren TRXen die Platinen maschienell bestückt und gelötet werden,
wird beim Löten eine höhere Temperatur durch das bleifreie Lötzinn benötigt.
Das hat zur Folge, das schon oft am Anfang die Filter einen Knacks weg bekommen.
Dies war auch hier der Fall und nur eine Frage der Zeit wann dieser aussteigt.
Dank einer schon zuvor getätigten Reparatur der Filter im Main-RX waren noch Filter als Ersatz vorhanden.



Diese erhielt ich heut und somit gings ran ans Werk.

Schnell waren die alten Filer entfernt und die neuen verbaut.



Hier nochmal einer der alten auf einem Abschirmblech.

Nun musste die Sub-RX-Platine nurnoch an seinen angestammten Platz.







Fertig war die Reparatur.
Natürlich gibts auch den obligatorischen Funktionstest per Video.



Reparatur: abgeschlossen


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Nachtrag zur Reparatur

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Da die alten Filter sowieso zu nix mehr zu gebrauchen sind,
hab ich mal einen solchen vorsichtig zerlegt.
Die Bilder sprechen Bände.


(Die dunklen Flecken am Filtermaterial stammen NICHT von mir)


(eine grünspanige Kontaktplatte)





Auch am Keramiksockel unter einer Schutzfolie hat sich der Grünspan abgesetzt.
Leider hier nur schwer zu erkennen.
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FT-1000MP / Modifikation / 230 auf 12 Volt per Schalter 

Vorab möchte ich erstmal eines mitteilen.
Diese Modifikation ist zum ersten nicht für fachunkundige geeignet.
Hier herrscht schnell Lebens; oder Brandgefahr.
Auch die Nörgler sollen hier lieber nicht weiter lesen.
Ich weis, das 12 und 230 Volt nicht in einem Schalter unter gebracht sein dürfen.
Auch über den Sinn einer solchen Modifikation möchte ich hier nicht diskutieren.

Mein Motto hierzu:

Eine Modifikation ist dann sinnvoll, wenn sie dem Nutzer,
die Nutzung des Gerätes erleichtert,
die Qualität verbessert oder die Leistungsfähigkeit
beziehungsweise den Leistungsumfang im "Rahmen" steigert.

Diese Aussage ist wohl hier zutreffend.

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Jetzt zum eigentlichen Thema
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Heut hats mich gepackt.
Schon lang überleg ich,
wie ich den Wechsel von 230 auf 12 Volt-Betrieb vereinfachen kann,
ohne den TRX aufzuschrauben und die Schalterbrücke zu wechseln.

Lange hats gedauert, lange hab ich drüber nachgedacht.

Nun hab ich eine erstmal passable Lösung ausgetüftelt.

Ich nutze zum Umschalten einfach einen Schalter mit 3 Stellungen
und 2 Schaltbrücken.
Dieser hat 2 ON und in der Mitte eine OFF-Stellung

Eigentlich ist der originale Powerschalter nur ein einfacher Schliesser ,
einerseits für die 230, andererseits auch für die 12 Volt.
Nur muss intern ein Stecker hinter dem Schalter in eine andere Buchse gesteckt werden,
was eine Öffnung des Gerätes erfordert.
Eine beim Fieldday oder Portabelbetrieb sehr knifflige Sache.

Schaltung im Orginalzustand:

230 Volt:

Vom Kaltgeräteeingang führern L, N und PE erstmal auf die REG-Unit,
wo über einen 4 poligen Stecker L erst einmal zur Buchse des Powerschalters geführt wird.
N führt sofort zum Netzteil.
L vom Netzteil führt auch zur Powerschalterbuchse.
Steckt man nun den Stecker der zum Powerschalter führt in die 230 sVolt Stiftleiste,
so werden, klar, die 230 Volt zum Netzteil durchgeschaltet.

12 Volt:

Hier führen 2 kleine Kabel zur REG-Unit die in einem kleinem Molexstecker enden.
Hier wird nur die Spannung fürs 12-Volt Powerrelais zugeschaltet.
Wird also der Stecker vom Powerschalter in die Stiftleiste für 12 Volt gesteckt,
so werden die 12 Volt über den Powerschalter zugeschaltet.

Der Umbau:

Als erstes habe ich mir eine Möglichkeit einfallen lassen,
die Sicherung nach innen zu verlegen,
sodass der alte Platz der Sicherung für den Schalter dienen kann.
Hierzu habe ich einfach aus einem alten PC-Netzteil eine passende Platine ausgewertet und die alten Bauteile entfernt.



Die alte Verkabelung musste hierzu erstmal weichen.
Also Kaltgerätebuchse raus . . .



Ein Rahmen an der REG-Unit musste zur besseren Zugänglichkeit des Kabelstrangs für 12 und 230 Volt vorübergehend entfernt werden.





Dann konnte zunächst die neue Kaltgerätebuchse eingebaut werden.



Jetzt mussten die Stecker und Buchsen vom Powerschalter
zur 12 und 230 Volt Verkabelung geändert werden.

Jetzt wird nurnoch einer der beiden Buchsen im Geräteinneren benötigt.



Das ermöglicht immernoch das gute Arbeiten an der Vorderfront.
Die neu eingelöteten Kabel an der gerade gezeigten Buchse
kommen später an den Mittelanschluss des zusätlichen Schalters.

Das noch vorhandene Loch des alten Sicherungshalter wird geweitet, sodass der neue Schalter reinpasst.
Auch die Kabel der schon geänderten Verdrahtung können schon angeschlossen werden.



Oben die beiden Kabel für die 12 Volt, ( scharz und weis ).
Mittig die beiden Schwarzen kabel zum Powerschalter
und unten die 2 gelben Kabel für 230 Volt.

Zur Sicherung gegen versehentliches Umschalten,
habe ich den Schalter quer in beiden ON-Stellungen mit einem 1mm Bohrer durchbort.
Durch diese Löcher kann dann ein Sicherungssplint gesteckt werden.





Nun kann ich ohne einen Schraubendreher zu benutzen
den TRX von 230 auf 12 Volt-Betrieb umstellen.
Dabei muss ich nur stets beachten,
das nur eine Spannungsversorgung am TRX eingesteckt ist.
So sollte alles regelkonform sein und nix pasieren.
Das wars dann eigentlich auch schon mit dem Umbau und den passenden Infos dazu.
Im nachinein habe ich das ganze mal nach dem Umbau getestet.
Aber wie zu erwarten macht der Umbau keine bis jetzt Probleme.

Demnächst werde ich noch 2 Relais einbaun,
die jeweils die nicht benötigten Spannungleitungen wegtrennt.

Aber trotzdem . . . vorerst abgeschlossen.

Nochmal:

Diese Modifikation ist nur von jenen auszuführen
die in diesem Gebiet fachkundig sind.
Also, bitte tut euch selber den Gefallen und denkt zweimal drüber nach,
ob ihr es umbaun könnt und wollt.
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